Die erste Dekade des privaten Rundfunks
Nach zehn Jahren privater Rundfunkangebote in Bayern kann eine beeindruckende Bilanz gezogen werden: Ende 1994 haben vier bundesweite Fernsehanbieter ihren Sitz in München, 15 Standorte werden mit lokalem Fernsehen versorgt, 57 Lokalradioprogramme sind auf Sendung, und ein landesweites Hörfunkprogramm bereichert die Medienlandschaft.
Ausbau des lokalen Fernsehens und Stärkung der Medienvielfalt
Am 18. Februar wird die Bayerische Akademie für Fernsehen (BAF) gegründet. Sie soll dem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Fernsehbereich gerecht werden und wird unter anderem von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) finanziert.

Kooperation für die digitale Zukunft
Der Bayerische Rundfunk (BR) und die BLM gründen am 8. Juli die Bayerische Medien Technik GmbH (BMT). Die neue Gesellschaft soll sich vorrangig mit der Entwicklung digitaler Hörfunk- und Fernsehformate befassen. Ein Schlüsselprojekt ist das DAB-Pilotprojekt Bayern (Digital Audio Broadcasting), das bis Ende 1997 umgesetzt werden soll.
Neue Strukturen im Hörfunk
Nach langen Verhandlungen wird am 17. November das Funkhaus Nürnberg genehmigt. Es ermöglicht vier von fünf lokalen Radiosendern, in den Bereichen Verwaltung, Vermarktung und Technik zusammenzuarbeiten. Dies stellt einen wichtigen Schritt zur wirtschaftlichen Stabilität und Effizienzsteigerung im lokalen Hörfunk dar.