Kirch-Gruppe und Premiere melden Insolvenz an
Der Zusammenbruch eines der größten deutschen Medienunternehmen erschüttert die Branche: Die Kirch-Gruppe meldet am 8. April Insolvenz für ihr Kerngeschäft an, das unter anderem ProSiebenSat.1 und das lukrative Filmrechte-Geschäft umfasst. Nur einen Monat später folgt die Pleite von Kirch PayTV, der Muttergesellschaft des Pay-TV-Senders Premiere. Schließlich beantragt auch die Kirch-Dachgesellschaft TaurusHolding am 12. Juni Insolvenz. Die Krise läutet eine Neuordnung der deutschen Fernsehlandschaft ein.
Tele 5 kehrt auf die Bildschirme zurück
Ein bekannter er Sender feiert sein Comeback: Der bundesweite Spartensender Tele 5 nimmt den Betrieb wieder auf. Ursprünglich von der Kirch-Gruppe betrieben, war Tele 5 1993 eingestellt worden. Mit dem Neustart setzt der Sender seinen Fokus auf Spielfilme, Serien und Anime – und etabliert sich in den Folgejahren als feste Größe im deutschen Fernsehen.
Digitales Lokalfernsehen startet mit ON-TV
Ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung des lokalen Fernsehens: Mit ON-TV startet im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts das erste digitale Satellitenangebot für Lokalfernsehen in Niederbayern und der Oberpfalz. Die Initiative soll die Reichweite lokaler Sender erhöhen und ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit stärken – ein entscheidender Faktor für die Zukunft kleinerer regionaler Medienangebote.

Medienrat ordnet den Augsburger Hörfunkmarkt neu
Nach der Insolvenz von Radio KÖ nimmt der Medienrat eine strukturelle Anpassung des Augsburger Radiomarkts vor. Die Zahl der drahtlosen UKW-Frequenzen wird auf zwei beschränkt – zugunsten von Radio Fantasy und Hitradio RT.1. Gleichzeitig erhält der Digitalradiosender Rock Antenne eine terrestrische Stützfrequenz. Die Maßnahme soll langfristig für wirtschaftlich stabile Verhältnisse in der Region sorgen.